15.06.00 DIE GROSSE REISE...

06:30 Aufstehen, und das im Urlaub...

Vorsichtshalber hatte ich am Abend vorher noch den telefonischen Wecker gestellt (Wake-Up-call), der mich dann auch pünktlich aus meinem viel zu kurzen Schlaf (immer noch Vollmond) riß. Nach einer ausgiebigen Dusche und der noch nötigen restlichen Hygiene war noch Zeit für ein kurzes Frühstück, diesmal aber nur mit zwei der üblichen drei Tassen Bali Kopi.

Pünktlich um 8:00 Uhr traf ich an der Flink'schen Residenz ein, bis auf den Fahrer war aber noch niemand zu sehen. Eine kurze telefonische Rückfrage auf Room 411 zeigte aber, daß man dort auch schon bereit war, tatsächlich erreichten die Herrschaften auch schon wenige Minuten später die Rezeption.

Nach einer kurzen "Rangelei" über die Sitzordnung, ich mußte, wie fast immer, vorne sitzen, konnte der große Trip endlich beginnen.

Vom Hotel aus ging es zunächst zielstrebig zur ersten Tankstelle, wie üblich war der Tank fast leer und bedurfte dringend einer Auffüllung. Da wir "all inklusive" gebucht hatten, war das aber nicht unser Problem...

Um dem morgendlichen Verkehrsstau auszuweichen, ging es dann auf Nebenstraßen weiter in Richtung Denpasar und um Denpasar herum in Richtung Ubud, welches wir aber, genauso wie die "Elefantenhöhle", links bzw. rechts liegen ließen (schließlich hatte ich Größeres geplant, aber niemand etwas verraten).

Kurz nach Denpasar fing es dann zuerst leicht, dann etwas stärker zu regnen an, was uns aber, da wir im sicheren Schutz des Autos waren, ziemlich egal war. Die durch den Regen vorhandene Kühle ließ sich auch besser ertragen als die sonst übliche Wärme...

Nach ungefähr zwei Stunden Fahrt hatten wir dann unser (bzw. mein) erstes Ziel erreicht: "Gunung Kawi" (die Königsgräber). Die Freude, sich nach der längeren Fahrt etwas die Füße vertreten zu können, wurde aber merklich kühler, als wir dann vor den ersten Treppen standen.
Hanno mußte seine ganzen Überredungskünste aufbringen (für den Rückweg gibt es einen Fahrstuhl oder eine Rolltreppe), bevor sich dann die Gesellschaft wirklich auf den Abstieg machte.

Vermutlich wegen des kurz vorher niedergegangenen Regens wurde das Treppensteigen kaum durch Händler gestört, so daß wir schon in sehr kurzer Zeit den Eingang zu den Heiligtümern erreichten. Die Besichtigung ging auch recht zügig vor sich, nach einigen kurzen Photostops war schon alles erledigt und wir konnten uns auf den Rückweg machen.

Eingeweihte wissen natürlich, daß dies, auch bei bedecktem Himmel, ein gutes Stück Arbeit ist, aber zuerst mußte noch nach Hanno's versprochenen Fahrstuhl gesucht werden. Erst als dieser nicht auffindbar war, dämmerte den beiden Schwestern, was jetzt vor ihnen lag...

... Auch der Aufstieg war nach einer Zeit, die die des Abstiegs doch beträchtlich übertraf, endlich geschafft, jeder war schweißnaß und glücklich, alle Stufen letztlich erfolgreich bezwungen zu haben. Das Angebot der mittlerweile etwas stärker versammelten Händler wurde jedoch auch jetzt noch ignoriert, die Preise waren allerdings auch etwas höher als an anderen Stellen. Nur die Getränkehändler hatten, trotz der Preise, einen kleinen Verkaufserfolg...

Jetzt war man auch wieder bereit, die Fahrt fortzusetzen, schließlich standen doch noch einige Kilometer bevor.