15.06.00 DIE GROSSE REISE...

In Singaraja war unser Fahrer zum ersten Mal und da auch meine Ortskenntnis nicht mehr die allerbeste ist (wir kamen aus der falschen Richtung), haben wir den Ortskern mit den alten holländischen Häusern, trotz intensiver Suche, einfach verpaßt. Etwas schade, aber leider nicht zu ändern...

Wir machten uns deshalb gleich weiter auf die Rückfahrt nach Seminyak, ließen den Blumenmarkt von Bedugul rechts liegen und hatten nur noch ca. 20 Minuten Fahrt vor uns, als es bei einem Stop vor einer der wenigen Ampeln auf Bali hinten am Auto einen kräftigen Schlag tat. 

Meine erste Vermutung war, daß einer der wie immer zahlreich vorhandenen Mopedfahrer nicht mehr rechtzeitig hatte bremsen können und aufgefahren war.

Da unser Fahrer aber keine Reaktion zeigte, tat ich das Ganze als Einbildung ab. Beim Anfahren wurde dann allerdings meine Wahrnehmung bestätigt, durch ein flatterndes Geräusch am hinteren Ende des Autos bestätigte sich der Schlag als Reifenplatzer.

Trotzdem bog unser Fahrer von der großen Kreuzung in eine schmale Seitenstraße ein, die nach Kuta führte.

Mit plattem Reifen quälten wir uns dann noch einige hundert Meter weiter, wohl auf der Suche nach einer passenden Stelle zum Reifenwechsel. An einer der engsten Stellen (wie könnte es auf Bali auch anders sein...) hielt unser Fahrer an und meinte, es sei jetzt an der Zeit, den Reifen zu wechseln.

Tatsächlich war das Werkzeug nebst Wagenheber und etwas verschlissenerem Ersatzreifen vollständig vorhanden, sogar zwei Warndreiecke gehörten mit zur Ausstattung. 

Während ich dem Fahrer beim Reifenwechsel half, kümmerte sich Hanno erfolgreich um die Verkehrsregelung, er war allerdings mehr damit beschäftigt, das Warndreieck vor Umfallen oder Umgefahren werden zu beschützen.

Nach fünf Minuten, die den beiden Schwestern allerdings sichtlich länger vorkamen, konnten wir unsere Fahrt dann fortsetzen.