Text von Eva
Fotos: Dicky T., Bali

 

Kürzlich fragte jemand in "unserem" Forum:

"Wir haben einen 2 Wochenurlaub in einem Hotel mit Frühstück gebucht. Jetzt kommt natürlich die Frage auf, wie viel Geld soll/muß man mitnehmen.

Sind 100,- DM pro Tag ausreichend oder eher viel zu viel?"

Und hier meine Antwort:

100 Mark kannst du auf Bali natürlich sehr schnell loswerden. Es ist nicht viel Geld, wenn du etwas erleben möchtest und dem reichhaltigen Angebot an Unterhaltung, wie Waterbom Park, Elephant Safari, und Strandreiten etc. oder an Extremsportarten, wie Tauchen, Rafting und Paragliding nicht widerstehen kannst. Wenn du aber mal ein paar Tage nur einfach relaxen und sparsam leben möchtest, dann benötigst du wirklich nicht viel Geld. Schauen wir mal, was man so unbedingt braucht und was es kostet pro Person:

Essen

Essen auf Bali

Das Billigste, aber immer noch sehr leckere Essen, bekommst du direkt an der Straße, an einem Essenstand. Du kannst die Zubereitung beobachten, dein Essen wird nämlich erst gegart, wenn du´s bestellt hast.

Essen auf Bali

Das Essen wird nebenan, an einem kleinem Tisch serviert. Man ißt nie mit Messer und Gabel, sondern mit Gabel und Löffel. Der Löffel gehört in die rechte Hand und ersetzt für uns manchmal das Messer.

Essen auf Bali

Essen auf Bali

So sieht z.B. ein Menü aus:
oben die Suppe, ein "soto ayam" und Gemüsestücke, unten Spieße mit Ziegenfleisch, "sate kambing sowie Reis, "nasi putih".

Wenn es besonders schnell gehen soll, dann verlange ich "nasi bungkus", eine in Papier eingehüllte Portion. Dazu erhältst du meistens einen Plastiklöffel oder du ißt traditionell mit der Hand. Kostenfaktor: ca. 1 DM.

So sieht es eingepackt aus ...

Essen auf Bali

und so nachher ausgepackt auf dem Teller:

Essen auf Bali  

Essen auf Bali

gegrilltes Hähnchen mit Reis und Gemüse (Ayam goreng mit nasi putih und sayuran).

Im großen Kaufhaus "Ramayana" in Denpasar findest du auf dem dritten Stock ein Selbstbedienungsrestaurant im Stil unserer Mensa mit traditioneller Küche sowie mit sauberem Geschirr und Besteck. Ein Gericht kostet zwischen 1 und 2 DM.


Auf den Märkten, wie z.B. in Bale Agung in Gianyar erwartet dich die ganze Palette balinesischer Spezialitäten, vor allem "babi guling" (Spanferkel) mit "lawar". Eine "Schlachtplatte" mit allem Drum und Dran kostet etwa 2 bis 3 DM. (Zu diesem Abenteuer brauchst du allerdings unbedingt Anleitung und vor allem einen Riesenappetit! :-))

Essen auf Bali

Das ist eine Schnellküche in Gianyar, wo gerade Lawar zubereitet wird.


In den kleinen Warungs, die vor allem für indonesische Touristen gedacht sind, werden Spezialitäten aus ganz Indonesien angeboten. Die Küche, oder eher ein zum Kochen eingerichteter Teil des Raumes, ist in diesen einheimischen Warungs gut sichtbar, und es wird erwartet, dass man zum Koch geht und selbst aussucht, was gerade zubereitet wird. Besonders beliebt sind die Padang Restaurants, mit dem Schild "Masakan Padang".

Essen auf Bali

Es wird dir wortlos alles auf den Tisch gestellt und um dich herum arrangiert, so weit der Platz reicht, was gerade vorrätig ist. Du bezahlst aber nur das, was du angerührt hast. Je nach Menge liegt die Rechnung bei etwa 2 DM.

Essen auf Bali

So jongliert der Kellner mit den vielen Portionen ...

Essen auf Bali

... und so sieht es vor dir auf dem Tisch aus, die kleine Metallschale rechts auf dem Bild dient zum Fingerwaschen.


Es gibt dann eine Menge Warungs, die auf die Ansprüche westlicher Touristen eingestellt sind. Die Innenarchitektur und die Bedienung bemühen sich meistens eine "echte traditionelle" balinesische Atmosphäre zu schaffen, die sich je nach Gelingen (oder Einschätzen der Geschäftsleitung) auch auf die Rechnung niederschlägt. Für ein Gericht ist hier ab 2-3 DM aufwärts eine ziemlich große Preisspanne vorhanden. Hier hört dann manchmal die Sparsamkeit auf. :-)


Viele Restaurants, Bars und Hotels bieten Getränke während der "happy hours" fast zum halben Preis an, es heißt also Augen stets offen halten.

Es gibt noch andere wichtige Bereiche, die unbedingt zum täglichen Leben gehören, wie frisches Obst, Telefonieren, E-Mailen, Mobilität und Wäscherei. Welche Kosten diese verursachen, darüber aber lieber ein anderes Mal. :-)

Liebe Grüße

Eva

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