Tricks der Moneychanger (Geldwechler)

Egal, mit welcher Währung (USD, EURO, Travellerchecks) Ihr ankommt, es gibt sehr häufig die Gefahr, beim Tausch übers Ohr gehauen zu werden. Meine Erfahrung, je besser der angebotene Wechselkurs, desto wahrscheinlicher ist die "Gefahr"...

Gebt Euer Geld erst dann aus der Hand, wenn der abgezählte Betrag wirklich zu 100% stimmt.

Jeder "auf seinen Vorteil bedachte" Moneychanger versucht hauptsächlich, die Unkenntnis der Touristen in der indonesischen Währung auszunützen (ungewohnte Geldscheine, ungewohnte Beträge auf den Banknoten, hohe Anzahl der zu wechselnden Geldscheine), dies wird jedoch im Allgemeinen nicht als etwas Unehrenhaftes, sondern eher als Sport angesehen, warum auch immer...

Es bringt daher wenig, bei einem eventuellen "Versehen" laut zu werden, wer in Asien aus Ärger laut wird (und hat er im Grunde auch allen Anlaß dazu), verliert dadurch sein "Gesicht", oder, um es balinesisch/hinuistisch auszudrücken, zeigt hierdurch, daß er nicht um den richtigen Ausgleich von Gut und Böse bemüht ist...

Man bleibt gelassen und weist auf den eventuellen (offensichtlichen) Fehler hin, um die Gelegenheit zu Fehlern verringern, sollte man möglichst einfach ausrechenbare Größen wechseln, der Ausgabebetrag für z.B. 100 EURO oder USD läßt sich wesentlich einfacher ausrechnen als der für 50 oder 125... 
Je kleiner die Scheine sind, die der Moneychanger zum Wechseln anbietet, desto wachsamer sollte man sein; 430.000 rp in vier 100.000 rp Scheinen und 30.000 rp in kleineren Scheinen lassen sich besser nachzählen als 43 Banknoten zu je 10.000 rp.
Am Besten gleich vor Verhandlungsbeginn fragen, welche Banknoten der Moneychanger hat

Vor Betreten des "Büros" unbedingt den genauen angegeben Wechselkurs merken, eventuell sogar aufschreiben, da bereits hier die erste Falle liegen kann ("Lockvogel"angebot, im Büro anderer Kurs als außen angezeigt). Unbedingt auch "no comission" (keine Gebühr) merken.
Nach Nennung des zu wechselnden Betrags wird vom Moneychanger im Allgemeinen der Auszahlbetrag in einen (Taschen)Rechner eingetippt oder "berechnet", das Ergebnis wird dann auf dem Display angezeigt. Hierbei kann es schon zu Unstimmigkeiten kommen (anderer Kurs als Außen angegeben, Tricks mit manipulierten Rechnern). Eventuell muß schon hier "diskutiert" werden, ansonsten auf die unten stehenden "Gefahren" achten...

Tricks beim Geldzählen

Werden jetzt hauptsächlich kleine Scheine (10.000 oder 20.000 rp) ausgegeben, ist genauestes Nachzählen unerläßlich, sehr schnell hat sich in ein Bündel 10.000er auch mal ein 1.000er Schein eingeschlichen oder anstelle von 10 Scheinen hat man versehentlich nur 9 Scheine bekommen.
Klar, man sollte auch die 100.000er Scheine nachzählen bzw. prüfen, ob man nicht nur einen 10.000er dazwischen hat, aber es ist halt einfacher :o)) ... Natürlich dauert das Nachzählen, häufig wird dabei versucht, dies durch Fragen nach Hotel, Familie und anderen Nebensächlichkeiten zu stören.
Bei Entdecken eines "falschen" oder fehlenden Scheins diesen sofort reklamieren (wir sind weiter ruhig und gelassen), am Besten die selbst abgezählten Scheine zu eigenen, übersichtlichen Bündeln zusammenstellen oder, falls vorhanden, einer Person Eures Vertrauens übergeben. Sollte der "große" Betrag an Rupiahs korrekt sein, gilt es, sich auf das Kleingeld zu konzentrieren, auch hier kann es vorkommen, daß man anstelle von 30.000 rp nur 3.000 rp vorgezählt bekommt. Also, nehmt Euch Zeit beim Geldwechseln, zählt wirklich jeden Schein nach und gebt diese keinesfalls für ein zweites Nachzählen an den Moneychanger zurück, sehr schnell können bei dieser Aktion einige Scheine wieder zurück in die Schublade oder auf den Boden fallen... Sollte das Nachzählen durch den Moneychanger aus irgendeinem Grund "unbedingt" erforderlich sein, muss danach ebenso unbedingt eine zweite eigene Nachzählaktion starten...

Tricks mit Taschenrechnern

Es kann sich lohnen, einen eigenen Rechner mitzunehmen, um den korrekten Betrag "auszurechnen" oder einzutippen, manche Moneychanger haben auch da einige Tricks drauf... So werden z.B. die Tastenkappen "=" und "MR" (Speicher anzeigen) vertauscht, so daß der vom Moneychanger vorher in den Speicher geschriebene Betrag erscheint und nicht das Ergebnis der vorher eingegebenen Rechenoperation. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich den Außen angebotenen Kurs einzuprägen und möglichst im Kopf ausrechenbare Beträge zu wechseln! Dazu auch

mein eigenes Erlebnis

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